- 19.05.2019

Heftiger Gewitterschauer: Rettungswagen landet im Graben

Nach dem Gewitterschauer landete der Rettungswagen im Straßengraben. FOTO: Florian Sprenger

Es war ein kurzes, aber heftiges Gewitter mit starkem Hagel, das am Samstagabend über den Norden von Dithmarschen in Schleswig-Holstein zog. Genau dieses Wetterereignis wurde der Besatzung eines Rettungswagens, die mit einem Patienten an Bord mit Blaulicht und Martinshorn auf der Heider Chaussee in Oesterwurth bei Wesselburen unterwegs in eine Klinik war, zum Verhängnis.

Der Rettungswagen geriet auf der auf einem Abschnitt von rund 150 Metern mit Hagelkörnern bedeckten Straße plötzlich in Schlingern. Der Fahrer verlor die Kontrolle über das Rettungsfahrzeug, überfuhr die Gegenfahrbahn und fuhr schließlich auf der gegenüberliegenden Straßenseite in einen Graben, wo das Fahrzeug auf die Seite kippte.

Die Besatzung des Fahrzeuges löste sofort einen Notruf aus. Die zuständige Rettungsleitstelle alarmierte daraufhin mehrere Feuerwehren, Rettungswagen und einen Notarzt, da zunächst nicht klar war, ob die drei Personen in dem Rettungswagen eingeschlossen waren.

Glücklicherweise konnten aber die beiden Notfallsanitäter und auch der Patient ohne schweres Gerät aus dem Mercedes-Rettungswagen befreit werden. Der Fahrer erlitt Prellungen und wurde in eine Klinik eingeliefert. Der Notfallsanitäter im Patientenraum und der Patient selbst blieben unverletzt. Dieser wurde mit einem weiteren Rettungswagen zur Behandlung seiner Erkrankung in ein Krankenhaus eingeliefert.

Der verunfallte Rettungswagen musste mit schwerem Gerät aus dem wassergefüllten Graben geborgen werden. Das neuwertige und über 100.000 Euro teure Fahrzeug wurde bei dem Unfall schwer beschädigt.

Text: Florian Sprenger